Gesundheit

Entwurmung beim Hund — wann ist sie wirklich nötig?

Würmer sind bei Welpen weit verbreitet — viele werden bereits von der Mutter infiziert. Eine regelmäßige Entwurmung ist daher in den ersten Monaten unverzichtbar. Aber wie oft ist wirklich nötig? Und ab wann reicht eine Kotuntersuchung statt einer pauschalen Wurmkur?

Der Entwurmungsplan für Welpen

Die ESCCAP-Empfehlung (2-2-2-Schema): Welpen erstmals im Alter von 2 Wochen gegen Spulwürmer behandeln, dann alle 2 Wochen wiederholen — bis 2 Wochen nach dem Absetzen von der Muttermilch. Die säugende Hündin wird zeitgleich mit der ersten Welpenbehandlung mitentwurmt. Bei weiterhin erhöhtem Infektionsrisiko (z. B. Welpengruppen) kann bis zum 6. Lebensmonat monatlich behandelt werden, danach mindestens 4× jährlich oder nach Kotuntersuchung. Dieser Plan sichert die Welpen in der vulnerabelsten Phase ab, in der Wurminfektionen besonders gefährlich sind (Durchfall, Gewichtsverlust, Darmverschluss).

Kotuntersuchung statt pauschaler Wurmkur

Viele Tierärzte empfehlen heute eine Kotuntersuchung alle 3 Monate statt einer blinden Wurmkur. Vorteil: Du entwurmst nur, wenn wirklich Würmer vorhanden sind. Das schont den Darm deines Hundes und reduziert die Resistenzbildung bei Würmern. Nachteil: Die Kotuntersuchung erfasst nicht immer alle Wurmarten zuverlässig.

Welche Würmer sind gefährlich?

Die häufigsten Würmer beim Hund sind Spulwürmer (Toxocara), Bandwürmer (Taenia, Echinococcus) und Hakenwürmer. Besonders gefährlich sind Bandwürmer der Gattung Echinococcus — sie können auf den Menschen übertragen werden und schwere Lebererkrankungen verursachen. Hier ist eine regelmäßige Entwurmung besonders wichtig, wenn der Hund rohes Fleisch oder Beutetiere frisst.

Entwurmungs-Erinnerungen mit PfotenPass

Im PfotenPass Welpen-Modus trägst du den Entwurmungsplan ein — die App erinnert dich rechtzeitig an die nächste Wurmkur oder Kotuntersuchung. Du kannst das verwendete Produkt notieren, den Termin als erledigt markieren und der nächste Termin wird automatisch berechnet.

Hinweis: Diese Angaben dienen der Orientierung nach StIKo-Vet/ESCCAP und ersetzen keine tierärztliche Beratung.

Häufige Fragen

Kann ich meinen Welpen zu oft entwurmen?
Moderne Entwurmungsmittel schaden der Darmflora nicht — eine zu häufige pauschale Kur ist aber unnötig, wenn kein erhöhtes Risiko besteht. Deshalb empfehlen viele Tierärzte nach der Welpenzeit ein risikobasiertes Vorgehen: mindestens 4× im Jahr behandeln ODER alle 3 Monate eine Kotuntersuchung statt einer blinden Kur.
Welche Entwurmungsmittel gibt es?
Gängige Wirkstoffe sind Fenbendazol, Pyrantel, Praziquantel und Milbemycinoxim. Die Wahl hängt von der Wurmart ab. Lass dich von deinem Tierarzt beraten, welches Präparat für deinen Hund geeignet ist.

Passende Trainingsprogramme

Impfplan & Entwurmung in der App

Im PfotenPass Welpen-Modus erstellst du automatisch den StIKo-Vet Impfplan und den Entwurmungsplan nach Geburtsdatum deines Welpen.

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